Tharandt

In Tharandt aus dem Zug steigen, die Hänge mit den leuchtenden Blättern - ein Erlebnis, das man nicht oft genug wiederholen kann. Nach wenigen Schritten sieht man schon die Kirche auf dem Burgberg. Den Aufstieg zum Brüderweg vergessen wir ganz schnell, sofern wir nicht wirklich trittsicher und schwindelfrei sind, und folgen brav der Dresdner bis zur Pienner Straße, überschreiten den Schloitzbach, der heir in die Weißeritz mündet, und sehen mit einiger Traurigkeit, was vom "Deutschen Haus" übriggeblieben ist. Eine Tafel zeigt Bilder des einstigen stattlchen, "ortsbildprägenden" Gebäudes, 1736 als Wohnhaus erbaut, seit 1799 Gasthaus bis 1996 und 2014 abgerissen.

Der Kirchsteig führt hinauf zur Bergkirche "Zum Heiligen Kreuz". Die Tafel Nr. 21 des Geologisches Wanderweges informiert über den Gneis des Burgberges, einen Teil vom Rand des einstigen Supervulkans, dessen Kessel (Caldera) der Tharandter Wald bildet. Von der Kirche aus geht es weiter zur Burgruine und hinunter zum Stadtschloss und zur Heinrich-Cotta-Straße.

Der Forstbotanische Garten ist geöffnet, nun geht es den Sachs-Weg steil hinauf zu einem Aussichtspunkt und dann auf verschlungenen Pfaden zum Daschewitsch-Weg, der am oberen Ausgang des Gartens in den Mauerhammer mündet. Hier führt der steile Abstieg "Dreizehn Drehen" zurück zum Stadtschloss.

Der Burgkeller ist wieder bewirtschaftet, mit "gutbürgerlicher und russischer Küche", montags geschlossen.