Von Pesthaus und Mägdleinschule

Vom Bahnhof aus folgen wir der Gartenstraße vorbei am Filmpalast  und dem Postgebäude bis zur Grohmannstraße. Hier beginnt der alte Stadtkern. Einige hübsche Gartenhäuschen stimmen auf den Kunstgenuss ein. Schlagartig verschwindet die Stimmung beim Anblick des riesige Parkhauses neben der Klosterkirche. Schnell in den Klosterhof und ins Stadtmuseum, den einstigen Kapitelsaal des Dominikanerklosters. Von 1984- 1993 war es geschlossen, die Ausstellung zur Geschichte der Kunstseide ist verschwunden - wir haben sie nicht vermisst - aber sie ist nicht vergessen: 2015 wurde sie in der Mägsleinschule gezeigt und unter dem Titel "Kunstseide aus Pirna. Ein Unternehmen in Deutschlands Zeitläufen" von Klaus Müller und Georg-Heinrich Treitschke in einem Buch festgehalten.

In der Dauerausstellung fand sich ein Feierabendziegel ( Sammelbegriff für Ziegel, die mit Inschriften, Zeichnungen und Symbolen versehen sind, man nahm an, dass die Ziegler erst zum Feierabend Zeit für ihre Herstellung fanden) - dieser war mit den Fußabdrücken eines Kindes versehen. 

Diese Grabplatte im Kapitelsaal stammt aus der Zeit um 1100 n. Chr. und wurde m Oktober 1892 in Sobrigau bei Lockwitz geborgen. Sie gilt als frühester archäologischer Nachweis für das Christentum im Dresdner Raum (weitere solcher Grabplatten sindin Gaustritz auf dem Dorfplatz zu sehen, gleich neben der König-Albert-Eiche).

Durch den Klosterhof kamen wir auf die Dohnaische Straße und bogen nach wenigen Metern in die Lange Straße ein. Im Bürgerbüo konnten wir den hstorischen Hausflur bewundern und weiter ging es durch die Badergasse  zum Markt. Im Haus des Retters der Stadt im Dreißigjährigen Krieg, Theophilus Jacobäer, ist jetzt eine gemütliche Gastsatätte mit dem Namen "Witwe Bolte".

Vorbei an der Marienkirche führte uns der Weg zum Schlossberg und den sanften Weg hinauf zur Festung Sonnenstein.