Mühlentag im Triebischtal

26.05.2013

Der Bus bringt uns vom Busbahnhof Meißen zum Buschbad. Wir überqueren die Triebisch und folgen der Wegmarkierung vorbei am ehemaligen Betriebsgelände des VEB SERO den Hang hinauf ins Dickicht. In Höhe des Steinbruchs auf der gegenüberliegenden Hangseite, an der ehemaligen Clausmühle, kommen wir wieder hinunter auf die Straße. Wenige Minuten später stehen wir vor der Fichtenmühle Garsebach, deren Mühlenladen heute geöffnet ist. Daneben ist der Ausschank aufgebaut. Ein fahrbarer Backofen mit der Aufschrift "Kinderbäckerei" wartet auf die kleinen Gäste, auch ein Karussell steht auf der Wiese bereit und zwei Alpakas betrachten verwundert die Festvorbereitungen.

Es ist nicht weit bis zur nächsten Mühle, der Mittelmühle Garsebach, die um 1830 als Schleifmühle für Werkzeug erbaut wurde und bis 1972 in Betrieb war. Seit 1983 kann sie als technisches Denkmal besichtigt werden (Anmeldung Tel. 03521 453034).

Vorbei am Quartier des Dichters Otto Ludwig (1844/45) und am einstigen Schulhaus mit der Inschrift "Dieses Haus ist erbauet zur Gottesfurcht und Tugend von den Gemeinden Ober-und Niedergarsebach, Dobritz, Alt- und Neurobschütz, Ober-und Niedersemmelsberg 1852" geht es zur Barth-Mühle (immer noch Garsebach). Vor dem geöffneten Tor steht ein großer Leiterwagen. Der Mühlgraben fließt durch urige Holzkonstruktionen am Haus entlang. Das Mühlrad ist schon ganz verrostet.

Garsebach hat einen hübschen Gasthof - wir haben uns aber auf den vorigen Stationen schon durchgefuttert. So folgen wir dem gelben Punkt unter der Eisenbahnbrücke hindurch entlang der Triebisch bis zum Kriegerdenkmal an der Einmündung der Kleinen Triebisch. Das Wegzeichen mit dem blauen Strich weist zur Preiskermühle, die nur einen Kilometer von der Mündung entfernt ist. Wir gelangen nun auf den Radweg Meißner 8.

An der Preiskermühle ist der offene Schankgarten geöffnet. Vor dem Eingang demonstriert ein Lehmbauer seine Kunst, im Hof gibt es wieder leckere Speisen und Kaffee. Dann geht es den Weg am Hang hinauf auf den Jockischberg. Am Wegrand blüht es bunt und üppig. Oben führt eine ruhige Straße nach Kettewitz mit seinen stattlichen Bauernhöfen und riesigen Bäumen.

Nicht ein einziges Auto begegnet uns auf der schmalen Landstraße nach Sönitz. Zwischen Wiesen und blühenden Rapsfeldern wandern wir wieder hinunter ins Tal der großen Triebisch zur Furkert-Bartsch-Mühle in Miltitz. Die Straße ist so mit Menschen und Krambuden verstopft, dass ich schon befürchte, der Bus werde nicht durchkommen, aber er schafft es.