Frühling in Röhrsdorf

30.03.2008

Wir fahren mit der S-Bahn bis Dobritz, dann mit dem Kreischaer Bus bis zum Fußweg nach Borthen (Tarifzonengrenze), über die Brücke den Berg hinauf und ganz oben nach rechts ins Borthener Gründel (nicht ausgeschildert). Das Tal ist idyllisch, oben allerdings eine Müllkippe und Kläranlage, die Quelle voller Algen. Man kommt zwischen zwei Bauernhäusern direkt am Dorfteich heraus. In einem Hofladen können wir Äpfel als Wegzehrung einkaufen.

Weiter geht es nach Röhrsdorf (Straße, 1 km) über die neue Brücke der Umgehungsstraße. Im Röhrsdorfer Schloss (hier hält der Bus Linie 95, jedoch nicht am Wochenende) besuchen wir den sächsisch-böhmischen Bauernmarkt. Hier gibt es für die Kinder ein Bächlein zum Spielen, eine Kleintierausstellung und für die Erwachsenen verschiedene Läden mit regionalen und, wie der Name schon sagt, tschechischen Erzeugnissen. Ein kleines Café und eine Gaststätte lassen keine Wünsche offen.

Nach der Einkehr gehen wir die Dorfstraße hinunter zum Osterbrunnen. Auf der Bank an der Kirche wird Rast gemacht, dann der kleine Friedhof betrachtet. Nun wandern wir weiter über die Höhe nach Gorknitz mit seinem gut erhaltenen Dorfkern und dann die Gorknitzer Straße entlang durch gewaltige Obstplantagen zum Gut Gamig. Dieses Gut ist in seiner Anlage vermutlich älter als die Stadt Dresden und gehörte zur Burg Dohna. Heute beherbergt es geschützte Werkstätten, auch finden wir hier einen unserer beliebten Hofläden und direkt im Schloss ein Begegnungscafé.

Unbedingt betrachtet werden muss die seltsame kleine Kirche, dann geht es hinunter in die Stadt Dohna zum Bahnhof der Müglitztalbahn. Wer mag, kann vorher noch hinaufsteigen zum alten Stadtkern und de Fleischerbrunnen anschauen. Die Dohnaer Fleischer waren weit berühmt und durften ihre Ware auch in Dresden verkaufen. Am Fleischerbrunnen steht das Haus von Dr. Paul Luther, dem Sohn des Reformators.