Schnuff-Epitaph und Sachsens Hiefel

20.07.2008

Mit dem Bus fahren wir vom Schillerplatz bis Hosterwitz. Wir gehen die Straße hinunter zur Schifferkirche Maria am Wasser, ein Wegweiser zum "Schnuff-Epitaph" macht neugierig. Ich folge ihm und gelange unterhalb der Friedhofsmauer zum Epitaph von Carl Maria von Webers Kapuzineräffchen Schnuff, der eine Banane in der Hand hält. "Schnuff Weber - ein Freund aus der neuen Welt" sagt die Inschrift. Das Denkmal war von der Flut beschädigt und wurde 2006 restauriert. Auf dem Friedhof selbst gibt es ebenfalls viel zu sehen. Das Grabmal des Silberpagen oder das des Buchhändlers Hartknoch aus Königsberg mit der schönen Grabinschrift "Hartknoch der Menschenfreund." Zurück geht es zur Haltestelle und den Keppgrundweg hinauf. Am Eingang zum Keppgrund hängt ein Verbotsschild, ich frage einen Anwohner, er meint, das sei nicht mehr aktuell. Das Geländer auf der Brücke sei verschwunden. Für Familien mit Kindern sicherlich riskant. Was mich ärgert: dass kein Hinweis auf die beschädigte Brücke unten an der Haltestelle hängt - ich stelle mir eine Familie vor, die in der Sonnenhitze hier heraufgestiegen ist und sich auf den kühlen Grund freut, und dann wieder umkehren muss.

Die Keppmühle ist immer noch geschlossen, ich steige hinauf nach Rockau. Der alte Lindenhof ist jetzt ein vornehmes Hotel, ich werde jedoch freundlich aufgenommen und esse eine leckere Apfel-Curry-Suppe und eine Cherry Lady (Schokoladenkuchen, Sauerkirschen und Schokoeis). Wenige Schritte weiter führt ein Weg zum Aussichtspunkt "Sachsens Hiefel". Der Blick geht im Süden bis zum Hohen Schneeberg, im Norden angeblich bis Meißen - das konnte ich aber nicht sehen. Eine Tafel zeigt die Namen der Berge an. Im Helfenberger Park stehen noch die Hängebuchen, die bei den Kindern so beliebten Schaukeläste sind aber abgesägt und zerschreddert. Beim Schaukeln hätten die Äste wohl beschädigt werden können und wurden deshalb abgesägt. Weiter vorbei an Connys Reiterhof nach Gönnsdorf mit seinem schönen kleinen Park, durch Quohren, das besonders schöne alte Bauernhöfe und eine Quellwiese aufzuweisen hat, und in Bühlau in die Linie 11.