Zur Balzhütte - Na Tokání

Wolfstafel - Vlci deska
Wolfstafel - Vlci deska
Schutzhütte am Natternborn
Schutzhütte am Natternborn
Natternborn - Hadí pramen
Natternborn - Hadí pramen
Aufstieg vom Roten Floss -  Červený potok - zur Jungferntanne
Aufstieg vom Roten Floss - Červený potok - zur Jungferntanne
Jungferntanne - Panenská jedle
Jungferntanne - Panenská jedle
Dittersbach - Jetřichovice
Dittersbach - Jetřichovice

Beim Wandern an der Kirnitzsch auf dem Weg zur Oberen Schleuse, gleich hinter der Niedermühle, entdecken wir den Wegweiser zur Balzhütte - Na Tokání. Von hier aus führt ein steiler Pfad nach oben, der auf einen breiten, gemächlich ansteigenden Radweg einmündet. Wer mag, kann diesen sanften Weg von Anfang an benützen und bei Niederdaubitz (Zadní Doubice) die Grenzbrücke überqueren. Von hier aus sind es 9 km bis zur Balzhütte.

Am Wegrand blüht der rote und weiße Fingerhut. Nach wenigen hundert Metern treffen wir auf die Wolfstafel, die an den Forstbeamten Hans Grohmann erinnert. 1640 erlegte er hier zwei Wölfe.

Der Natternborn, nächstes Highligt unserer Tour, liegt an einem für Radfahrer gesperrten Weg. Der nach ihm benannte Rastplatz jedoch kann von allen genutzt werden. Wir umgehen die Radler-Absperrung und laufen beim Wegweiser ein Stück in den Wald hinein. Eine blutrote Tafel mit grausligen Nattern hängt am Baum über der Quelle. Zurück auf den Weg! Es geht nun bergab und in vielen Windungen zu einem Felsmassiv, das den lustigen Namen "Käs und Brot" trägt. Die Aussicht von dort soll sehr schön sein, allerdings ist es bis Ende Juli abgesperrt.

Bergab zum Roten Floss - hier liegt das Schwarze Tor, bestimmt auch sehenswert, doch leider müssten wir dann 900 Meter zurücklaufen und heute heisst es, Kräfte sparen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Am entgegengesetzten Hang führt ein romantisches Tälchen mit hölzernen und steinernen Stufen hinauf zur Jungferntanne, die schon 1932 bei einem Gewitter zerstört wurde. An einer gewaltigen Buche hängt eine Tafel, die auf tschechisch und deutsch über den sagenumwobenen Baum berichtet. Vor einigen Jahren wurde auch eine neue Tanne gepflanzt.

Von hier aus sind es nur 4 km zum Grenzübergang an den Rabensteinen, wir wenden uns aber nach links, um auf einem breiten, gewundenen Weg Richtung Balzhütte zu traben. Auch dorthin sind es 4 km. Beeindruckende Felsmassive und eine weite Aussicht künden die Nähe des Gipfels an. Die erste Hütte ist noch nicht die Gaststätte - die zweite auch nicht - doch dort hinten lockt ein Biergarten und ein nettes, nostalgisches Haus. Hier ging einst Fürst Kinsky auf die Auerhahnjagd - jetzt kann man in der Pension Tokan gut essen und übernachten. Auch gibt es die wunderbaren Kartoffelknödel mit Rauchfleisch und Sauerkraut.

Der Abstieg auf dem Radweg ist ziemlich deprimierend, weil an den Hängen viele Bäume fehlen und nun die Erosion mit voller Wucht eingesetzt hat, die man mit verzweifelten Holzkonstruktionen aufzuhalten versucht. Nicht überall decken Fingerhut, Farn und Heidelbeeren die Wunden. Man sieht auch mit Drahtgittern besonders geschützte ganz kleine Bäumlein und viel nackte, ausgetrocknete Erde.

Die breite Felsenschlucht mündet direkt in die Dorfstraße von Dittersbach - Jetřichovice ein. Bunt bemalte Umgebindehäuschen säumen die Straße, viele Gaststätten, ein Reiterhof. Zuerst nach links, dann nach rechts, und schon ist die Bushaltestelle erreicht. Hier fährt am Wochenende der Wanderbus nach Hrensko.

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