Über den Hochbusch nach Lichtenhain

Die "Hube" naus zum Hochbusch - Blick auf Sebnitz
Die "Hube" naus zum Hochbusch - Blick auf Sebnitz
Blick von der Hohen Straße auf die Schrammsteine
Blick von der Hohen Straße auf die Schrammsteine
Altes Gebäude in Lichtenhain
Altes Gebäude in Lichtenhain
Der Berghof in Lichtenhain
Der Berghof in Lichtenhain
Hörnelweg ins Kirnitzschtal
Hörnelweg ins Kirnitzschtal
Die Kirnitzschtalbahn am Lichtenhainer Wasserfall
Die Kirnitzschtalbahn am Lichtenhainer Wasserfall

Der Sebnitzer Bus rollt durch das Hügelland bei Stolpen, ein Storch fliegt vorbei, keine zehn Meter entfernt. Beim Lehmbauverein im Wesenitztal ist ein Nest, auf dem alten Fabrikschornstein. Da, zwei Hasen, die Leute im Bus unterbrechen ihr Gespräch nicht. In Sebnitz braucht man für den Eintrit in die Toilette drei Zehn-Cent-Stücke, wer hat die schon, so kommt man mit Leuten ins Gespräch.

Ein Stück die Straße entlang in Richtung Hertigswalde, vorbei am Roten Kreuz, nach rechts über die Brücke, der Wegweiser mit dem roten Strich zeigt zur Hochbuschkuppe und nach Lichtenhain. Ein steiler und ein bequemer Weg stehen zur Auswahl, beide heißen "die Hube". Wir nehmen heute den steilen Weg und bleiben von Zeit zu Zeit stehen, um den Ausblick über die Stadt zu genießen. Durch einen grünen Tunnel geht es hinauf bis zur Alten Hohen Straße. Ein Reh springt aus dem Gebüsch und flüchtet seitlich den Hang hinunter. Bald lichtet sich der Wald, der Blick geht über blühende Wiesen zu den Berghängen, ist das schon Tschechien da drüben? Dann wieder in den Schatten. Ein Wegweiser zeigt zum ehemaligen Berggasthaus Hochbuschkuppe, das haben wir schon gesehen, sehr traurig. Nun geht es wieder nach unten, der Weg ist völlig zerstört von Forstfahrzeugen und Regengüssen. Der alte Rastplatz mit Bank und Tisch ist noch da, ein phantastischer Aussichtspunkt, hinter Lichtenhain die Schrammsteine, Zschirnsteine und der Hohe Schneeberg, nach rechts schauen wir zum Lilien- und Königstein. Ringsum blühen blau die Lupinen und etwas weißes, Schafgarbe, Feldkümmel oder gar Schierling, ich werde das niemals unterscheiden lernen. Hier geht der Panoramaweg ab, auf dem wir parallel zur Straße in den Ort gelangen. Die Neue Straße ist eine schöne alte Lindenallee, auf der die Autos entlangrasen, die Hauptstraße, schattenlos, ist der Wanderweg. Das einstige Deutsche Haus und das Erblehngericht sind keine Gasthäuser mehr, nicht schlimm, der historische Berghof am Hörnelweg übernimmt ihre Funktion zu unserer vollsten Zufriedneheit. Einmalig schön der Blick von der Terrasse oder aus der Glasveranda. Dann ganz gemächlich den Hörnelweg hinunter über die Wiesen, die ein wenig überdüngt sind und keine besondere Blütenfülle mehr bieten. Die Sonne brennt und der dunkle Wald steht einladend vor uns. Ein paar Holzstufen hinunter und wir sind wieder auf einem böse ausgewaschenen Pfad, wo man die Füße mit Bedacht setzen muss. Unten am Bächlein steht eine Schutzhütte, die auch schon bessere Tage gesehen hat, daneben eine Bank. Nun geht es auf festem Untergrund hinunter ins Kirnitzschtal, wo auch schon die Straßenbahn heranquietscht.

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